PAWC

Reglement ParAgility World Cup (PAWC)

ALLGEMEINE INFORMATIONEN:

  1. Der offizielle Name, der in allen Dokumenten und Turnierinformationen Verwendung finden sollte, lautet: ParAgility World Cup, kurz PAWC.
  2. Der PAWC-Wettbewerb wird zusammen mit der International Mix & Breed Championship Agility (IMCA;
    Internationale Agilitymeisterschaft für Mischlinge und Rassenhunde) organisiert.
  3. Jedes Land, das den PAWC ausrichten möchte, muss damit einverstanden sein, das Reglement des PAWC so anzuwenden, wie es vom Board des Internationalen Organisationsteams der IMCA & PAWC beschlossen wurde.
  4. Die Böden des Austragungsortes, wo die IMCA & PAWC stattfinden sollen, müssen sich für PAWC-Teilnehmer eignen.
  5. Während der IMCA & PAWC wird ein Teil des rollstuhlgerechten Sportgeländes für PAWC Teilnehmer, ihre Hunde und ihre Trainer/Begleiter reserviert.
  6. Rollstuhlgerechte Toiletten müssen sich am oder neben dem Sportgelände befinden, wo die Läufe stattfinden werden.
  7. Genügend rollstuhlgerechte Hotelzimmer müssen am Veranstaltungsort oder der Umgebung für diejenigen PAWC-Teilnehmer zur Verfügung stehen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind.
  8. Nach jedem Turnier wird das Board des Internationalen Organisationsteams der IMCA & PAWC das PAWC-Reglement
    evaluieren und gegebenenfalls überarbeiten.
  9. Die für PAWC Verantwortlichen im Board des Internationalen Organisationsteam der IMCA & PAWC sind Susan Rekveld (Niederlande) und Jeannette Velzel (Schweiz).

MELDUNG:

  1. Die Startgebühr ist die Gleiche wie im Vorjahr. Der Ausrichter kann von dieser Regelung abweichen, aber nur mit Zustimmung des Boards des Internationalen Organisationsteams der IMCA & PAWC. Die Startgebühr muss mindestens 8 Monate vor dem Turnier veröffentlicht werden.
  2. Die Gesamtsieger/Weltmeister des Vorjahres werden von der Startgebühr befreit..
  3. Eine Meldung berechtigt den PAWC-Teilnehmer bei allen drei PAWC-Läufen zu starten.
  4. Für den PAWC werden Meldungen von Hundeführern akzeptiert, die eine physische Mobilitätseinschränkung (Behinderung) jeder Art oder eine geistige Einschränkung haben. Teilnehmer mit einer geistigen Einschränkung dürfen nur mit Begleitung an dem Wettbewerb teilnehmen sowie in Absprache mit dem Verantwortlichen für den PAWC.
  5. Meldungen werden für small, medium und large Hunde angenommen.
    Senior-Hunde (7 Jahre oder älter) dürfen in der nächst tieferen Kategorie teilnehmen, aber mit allen Hindernissen.
    Ein Hund muss mindestens 18 Monate alt sein, um für die Teilnahme am Wettbewerb berechtigt zu sein. Allerdings bestimmt die Größe des Hundes nicht die Kategorie für den Wettbewerb.
    Die Größe des Hundes bestimmt nur die Sprunghöhe der Hindernisse.
    Die Wettbewerbskategorie wird von der Behinderung des Hundehalters bestimmt (siehe Wettbewerbskategorien: Gruppen)
  6. Teilnehmer mit einer physischen (Mobilität) oder geistigen Einschränkung müssen eine ärztliche
    Bescheinigung, ins Englische übersetzt und die ärztliche Originalbescheinigung bis spätestens den letzten Anmeldetag an die PAWC Verantwortlichen schicken. Diese werden über die Teilnahme entscheiden und die Bestimmung der Wettbewerbskategorie vernehmen.

    Sollte die Wettbewerbskategorie nicht eindeutig aus der ärztlichen Bescheinigung hervorgehen, wird der Teilnehmer nach der Trainingseinheit von dem Verantwortlichen für den PAWC eingestuft und, wenn nötig, nach dem ersten offiziellen Lauf des PAWC-Wettbewerbs.

    Eine ärztliche Bescheinigung mit einer Beschreibung über die Art der Behinderung, den Bedarf des Teilnehmers an angepasste Mobilitätsgeräte und einer Erklärung um welche Geräte es sich handelt muss vom Arzt des Teilnehmers unterschrieben werden.

    Der Verantwortlichen für den PAWC werden diese ärztlichen Bescheinigungen im Namen des Boards des Internationalen IMCA & PAWC Organisationsteams prüfen und vertrauensvoll verwahren.

    Wenn es einen neuen Verantwortlichen für den PAWC im Internationalen IMCA & PAWC Organisationsteam gibt, werden ihm/ihr alle ärztlichen Bescheinigungen übergeben.

  7. Ein Mitglied des Boards des IMCA & PAWC Organisationsteams wird über Grundwissen im Bereich Medizin oder Rehabilitation verfügen.
  8. Die auf dem Anmeldeformular angegebene Wettbewerbskategorie wird von dem Verantwortlichen für den PAWC verifiziert.
  9. PAWC-Teilnehmer müssen vom Teamleiter/Trainer PAWC oder vom Teamleiter/Trainer IMCA gemeldet werden. Sollte dies nicht möglich sein, ist eine Meldung nur in Absprache mit dem Verantwortlichen für den PAWC möglich.
  10. Neue PAWC-Teilnehmer müssen den Verantwortlichen für den PAWC den Nachweis erbringen, dass sie an (mindestens) drei Agility-Wettkämpfen teilgenommen haben müssen bevor sie am PAWC-Wettbewerb starten können. Dieser Nachweis erfolgt durch die Zusendung von Videomaterial, das 3 Teilnahmen an einem offiziellem Agility-Wettkämpfen zeigt.
  11. Es gibt keine Höchstgrenze bezüglich der PAWC-Meldungen aus irgendeinem Land.
  12. Sowohl Rassenhunde als auch Mischlinge (mit oder ohne Stammbaum) werden zugelassen.
  13. Hunde müssen alle Hindernisse beherrschen.
  14. Läufige Hündinnen dürfen am Wettbewerb teilnehmen wenn sie dem Ausrichter gemeldet werden. Sie müssen von den anderen Hunden im Wettbewerb getrennt werden und laufen als Letzte ihrer Kategorie im Wettbewerb. Sie können beim Training teilnehmen, wenn sie eine spezielle Hundeschutzhose tragen. Sollte dies nicht der Fall sein, dürfen sie erst am Ende des Tages trainieren ohne Sitz und Halt auf den Kontakthindernissen und zwischen den Hindernissen und unter Verwendung eines Hitzeteppichs.

WETTBEWERBSKATEGORIEN:

BEHINDERUNGSGRUPPEN::

  • Gruppe 1: Teilnehmer mit batteriebetriebenen Fahrzeugen
    (z.B. elektrischer Rollstuhl, Elektromobil, etc.)
  • Gruppe 2: Teilnehmer mit handbetriebenen Fahrzeugen
    (handbetriebener Rollstuhl)
  • Gruppe 3: Teilnehmer mit einer Gehbehinderung,
    die sich (einigermaßen) adäquat schnell bewegen können
    die vielleicht Hilfsgeräte benutzen (z.B. Gehstöcke, Stützhilfen)
  • Gruppe 4: Teilnehmer mit einer starken Gehbehinderung,
    die sich (einigermaßen) adäquat langsam bewegen können
    die vielleicht Hilfsgeräte benutzen (Gehstöcke, Stützhilfen)
  • Gruppe 5: Teilnehmer mit einer sehr starken Gehbehinderung,
    die sich sehr langsam bewegen können
    die vielleicht Hilfsgeräte benutzen (Gehstöcke, Stützhilfen)
  • Gruppe 6: Teilnehmer ohne Gehbehinderung (z.B. eine Sehbehinderung, Hörbehinderung oder gelähmter Arm)
  • Gruppe 7: Teilnehmer mit einer geistigen Behinderung
  1. In Absprache mit den Verantwortlichen für den PAWC darf ein PAWC-Teilnehmer einen Begleiter bei den
    PAWC-Wettbewerbsläufen und zum Training mitnehmen.
  2. Die Teilnehmer von zwei verschiedenen Behinderungsgruppen können in Absprache mit den Verantwortlichen für den PAWC zu einer Gruppe zusammengelegt werden, wenn pro Gruppe weniger als 3 Teilnehmer am Wettbewerb teilnehmen. Die Ergebnisse werden anhand der Standardzeit für einen Parcours für die jeweilige Behinderungsgruppe berechnet, auch wenn die Gruppen zusammengelegt wurden.
  3. Es ist nur möglich an einer Wettbewerbskategorie teilzunehmen.

PARCOURS:

  1. Die Gestaltung der Parcours orientiert sich an der Leistungsklasse 2 (mittleres Niveau) basierend auf drei Leistungsklassen (Anfänger, Fortgeschrittene und Profis) gemäß dem Internationalen Agility-Reglement.
  2. Ein PAWC Parcours muss mindestens 16 und maximal 18 Hindernisse beinhalten.
    Für Gruppe 5: maximal 16 Hindernisse.
  3. Die maximale Länge eines Parcours beträgt 150 Meter.
    Für Gruppe 5: mindestens 80 und maximal 100 Meter.
  4. Die Leistungsrichter müssen die Parcours so planen, dass sie für alle Behinderungsgruppen geeignet sind. Es muss zwischen den Hindernissen genügend Platz sein, damit ein Rollstuhl/Hilfsgerät leicht durchkommt ohne die Hindernisse zu treffen.
  5. Höhe der Hürden:
    Large 55 cm
    Medium 35 cm
    Small 25 cm
    Sernior Hunde:
    Large 35 cm
    Medium 25 cm
    Small 15 cm

WETTKAMPFREGLEMENT:

  1. Allen PAWC-Teilnehmern wird die Gelegenheit gegeben, mit dem IMCA-Team ihres Landes zusammen zu trainieren.
  2. PAWC-Teilnehmer werden einen Agility-Parcours und zwei Jumpingparcours laufen. PAWC-Teilnehmer laufen jeden Tag einen Parcours, betrachtet über die drei Tage des Wettkampfs.
  3. PAWC-Parcours werden von den Leistungsrichtern gerichtet, die auch für die IMCA richten.
  4. Die Parcoursbegehung der PAWC-Teilnehmer erfolgt in zwei Gruppen:
    eine Gruppe von Teilnehmern mit Rollstühlen oder anderen Hilfsgeräten,
    eine andere Gruppe von Teilnehmern ohne Hilfsgeräte.
    Bei einer kleinen Gesamtanzahl von Teilnehmern kann der Leistungsrichter entscheiden, daraus eine Gruppe zu machen. Bei einer großen Teilnehmerzahl kann sich der Richter für mehrere Gruppen entscheiden. Eine Änderung der Gruppenanzahl hat in Absprache mit den PAWC Verantwortlichen zu erfolgen.
    Jeder Teilnehmer kann einen Trainer zur Parcoursbegehung mitnehmen. Falls es die körperliche Einschränkung des Teilnehmers erfordert, darf noch ein Begleiter dabei sein. In diesem Fall kontaktieren Sie bitte die PAWC Verantwortlichen.
  5. Fehler werden gemäß den F.C.I-Regeln angerechnet.
  6. Die Festlegung der MAXIMALEN Standardzeit für einen Parcours (SCT: Standard Course Time) obliegt letztlich dem Leistungsrichter:
    Agility Parcours Jumping
    Gruppe 1 – 3 2.50 Meter / Sekunde 3.00 Meter / Sekunde
    Gruppe 2 – 4 – 7 2.00 Meter / Sekunde 2.50 Meter / Sekunde
    Gruppe 5 1.00 Meter / Sekunde 1.50 Meter / Sekunde
    Gruppe 6 2.75 Meter / Sekunde 3.75 Meter / Sekunde
  7. Höchstzeit für den Parcours: keine Begrenzung.
  8. Eine Disqualifikation wird mit 250 Fehlerpunkten bewertet.
  9. Jede Nicht-Teilnahme an einem der Parcours wird mit 500 Fehlerpunkten bewertet.
  10. Auf spezielle Anfrage des PAWC-Teilnehmers werden die Ergebnisse aus jedem Lauf sowie einzelne Endergebnisse in die Agility Leistungsurkunde / -karte des Hundes eingetragen und vom Leistungsrichter unterschrieben. Die Leistungsurkunde / -karte kann bei der Veterinärkontrolle/Meldestelle abgegeben werden.
  11. In Absprache mit dem jeweiligen Leistungsrichter kann ein “weißer Hund” eingesetzt werden.
  12. Das ausrichtende Land und die Verantwortlichen für den PAWC haben die Leistungsrichter rechtzeitig vor dem Start des Wettbewerbs über die gültigen PAWC-Regeln zu informieren.
  13. Sollten die Leistungsrichter eine angepasste Version der FCI-Regeln für den PAWC-Wettbewerb anwenden wollen, müssen sie dies bei der Teamleiterbesprechung vor dem Start des Wettbewerbs bekannt geben.

AUSZEICHNUNGEN UND PREISE:

  1. Preise werden innerhalb jeder Gruppe verliehen basierend auf den Ergebnissen jedes einzelnen Laufs. Jeweils der erste, zweite und dritte Platz bei jedem Agility- und Jumpinglauf werden in jeder Gruppe ausgezeichnet. Sollte ein Teilnehmer disqualifiziert werden, erhält dieser Teilnehmer keinen Preis innerhalb einer Kategorie. Diese Preise können kleiner sein als die Preise für die PAWC-Gesamtwertungen.
  2. Der Weltmeister in jeder Gruppe wird ermittelt, in dem die Resultate aller Läufe zusammengezählt werden. Drei Platzierungen innerhalb jeder Gruppe der Wettbewerbskategorien, d.h. Erster, Zweiter und Dritter, werden ausgezeichnet (maximal eine Disqualifizierung, um in die Gesamtwertung zu kommen).
  3. Alle Preise (Pokale oder Medaillen) müssen folgende Information beinhalten: die Platzierung, PAWC, das Wettbewerbsjahr, der zutreffende Parcours sowie die Behinderungsgruppe.
  4. Das ausrichtende Land kann sich dazu entschließen, allen PAWC-Teilnehmern zur Erinnerung an die Teilnahme beim PAWC ein Andenken mit Angabe des Wettbewerbsjahres und Austragungsortes zu geben.

VETERINÄRKONTROLLE:

Jeder teilnehmende Hund wird vor dem Training einer Veterinärkontrolle unterzogen.
Folgende Voraussetzungen sind zu erfüllen:

  1. Mindestalter der teilnehmenden Hunden: 18 Monate
  2. Ein gültiger europäischer Pass oder Veterinärzertifikat.
  3. Identifikation per Chip.
  4. Eine gültige Impfung gegen Tollwut
    (die erstmalige Tollwutimpfung muss älter als 21 Tage sein)
  5. Alle Impfungen müssen im europäischen Pass oder Veterinärzertifikat eingetragen sein.
  6. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind trächtige Hündinnen oder Hündinnen mit Welpen, die jünger sind als 8 Wochen.
  7. Das ausrichtende Land kann noch weitere Voraussetzungen formulieren, aber alle Voraussetzungen müssen auf der offiziellen Webseite veröffentlich sein mit einer Vorlaufzeit von mindestens 8 Monaten vor dem Start des Turniers.
  8. Es entscheidet der Tierarzt des Ausrichters, ob ein Hund ohne gültige Impfung starten darf oder nicht.
  9. Ein Hund wird vom Wettbewerb ausgeschlossen falls:
    • der Hund an einer ansteckenden Krankheit leidet
    • der Hund irgendeine Verletzung hat, die dem Hund Leid zufügen würde, falls der Hund weiterhin am Wettbewerb teilnimmt

TEAMLEADERMEETING:

  1. Nach dem Training wird von dem Ausrichter eine spezielle Besprechung für alle Teamleiter abgehalten. Hier werden komplette Auskünfte über das Turnier vermittelt sowie spezielle Informationen, die sie wissen müssen.
    Der Ausrichter kann hier alle Leistungsurkunden einsammeln sowie die Startnummern und alle nötigen Informationen ausgeben.
  2. Die Leistungsrichter werden vorgestellt.
    Die Leistungsrichter können alle Informationen vermitteln, die für die Teilnehmer wichtig sind.
  3. Die Ausrichter des nächsten Jahres können die Länderverantwortlichen über den Ort und das Datum des nächsten Turniers informieren sowie vielleicht Auskünfte über Hotels geben etc.

GALA DINNER

Der Ausrichter wird sich darum bemühen, ein freundschaftliches Treffen für alle Teilnehmer zu organisieren.

First edition redacted by Susan Rekveld : 23-12-2003
Last addition/ correction date: 01-03-2015

Die Board-Mitglieder des internationalen Organisationsteam der IMCA & PAWC
(vom 01-02-2015):

Rekveld, Susan (Niederlande) Verantwortliche PAWC
Velzel Jeannette, (Schweiz) Verantwortliche PAWC
Walter Casier (Belgien)

Länderverantwortliche

Alt, Sandor (Ungarn)
Walter Casier (Beglien)
Diest, Pieter van (Niederlande)
Herreman Ann (Belgien)
Lopez Jongejans Rafael Jose (Spanien)
Masek Stanislav (Tschechien)
Oggioni, Christian (Italien)
Rekveld, Susan (Niederlande)
Velzel, Jeannette (Schweiz)
Vigyiká, György (Ungarn)
Flek, Helmut (Österreich)